Prager Burg |
![]() Eingang in Prager Burg
Die eigentliche Burg, der geschützte Wohnsitz des Herrschers, umfasste das Areal am Hradschiner Bergsporn von seinem Ostende - der so genannten Opyš - bis zu einem natürlichen Graben, der im frühen Mittelalter die Anhöhe an der Stelle des heutigen Eingangstores quer teilte. Der zentrale Teil der Burg wird in der Forschung als Akropolis bezeichnet. An die frühmittelalterliche Hauptburg schloss sich im Westen die Vorburg an. Der ebenfalls dicht besiedelte und zur Burg gehörende Raum der heutigen Prager Kleinseite wird Suburbium genannt.
![]() St. Veits-Dom Nach dem Aussterben der Luxemburger und einem kurzen Habsburgischen Intermezzo traten die Jagiellonen, die schon die polnischen Könige stellten und bald darauf auch den ungarischen Königsthron gewinnen sollten, deren Erbe an. Unter Vladislav I. Jagiello , seit 1471 König von Böhmen und ab 1490 auch von Ungarn, hielt die Renaissance Einzug in Mitteleuropa. Die Burg wurde ausgebaut und der Hof siedelte ein Jahr nach dem Prager Volksaufstand von 1483 vom Königshof in der Altstadt in die Burg zurück. Von 1490/1493 bis 1502 errichtete der Baumeister Benedikt Ried den Wladislawsaal, den wohl bedeutendsten Saalbau der Renaissance nördlich der Alpen. Er wurde auf den hochmittelalterlichen Saal des Königspalastes aufgesetzt und das romanische Erdgeschoss somit zum zweiten Untergeschoss (Keller) degradiert. Es handelt sich um eine reizvolle Mischung aus gotischen Elementen wie dem aufwendigen Rippengewölbe, das einen gewaltigen Raum überspannt, zum einen und zum anderen aus Portalen und außerordentlich großen Fenstern mit Renaissanceprofilen, die zu den frühesten Beispielen nördlich der Alpen gehören (inschriftlich auf 1493 datiert). Vergleichbar ist nur der wesentlich jüngere Saalbau der Münchner Residenz (1568-71), das sogenannte Antiquarium. Die letzte mittelalterliche Blütezeit hielt bis zu dem Tod seines Sohnes Ludvig Jagiello 1526 an. 1541 wurde die Burg erneut bei einem Großbrand zerstört. Die Prager Burg im 20. Jahrhundert Nach 1919 wurde die Burg für den Sitz des ersten Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik umgebaut und dabei insbesondere der III. Burghof umgestaltet. Federführend war der bedeutende slowenische Architekt Jože Plečnik. In dem Zusammenhang kam es in den Jahren 1925-1929 zu den ersten systematischen mittelalterarchäologischen Untersuchungen in Böhmen durch K. Fiala und Karel Guth. Die Ausgrabungen wurden ab den 1930er Jahren durch Ivan Borkovský fortgesetzt. Rettungsgrabungen in den 1980er und 1990er Jahren unter der Leitung von Jan Frolík erbrachten neue Erkenntnisse und führten zur Ergänzung der bisherigen Vorstellungen über die Anfänge und Entwicklung des frühmittelalterlichen Befestigungssystems und oft auch zu ihrer Revision. In den letzten Jahren konnte die Bearbeitung der seit 1925 laufenden Ausgrabungen durch ein Team von Archäologen intensiviert werden. Comments (4)
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Guided tour
written by Frederike, March 01, 2007
Is it possible to have a guided tour in the castle with a group? What would it cost?
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written by Traveliana Team, March 01, 2007
Hello,
yes of course, we suggest you visit our Grand Tour deluxe page with all details first here http://www.traveliana.com/prag...delux.html. For a special group request please contact us directly at http://www.traveliana.com/contact-us.html report abuse
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